62. Jahrestagung der Arbeitsgemeinschaft für Kieferchirurgie

33. Jahrestagung des Arbeitskreises für Oralpathologie und Oralmedizin

 

17.-18. Mai 2012 Bad Homburg

 

Sehr verehrte Frau Kollegin,
sehr geehrter Herr Kollege,

die Tagungen unserer Arbeitsgemeinschaft sind seit mehr als sechs Jahrzehnten fester Bestandteil des wissenschaftlichen Austausches und der Fortbildung für Niedergelassene und Kliniker. So freuen wir uns, Sie auch für das Jahr 2012 wieder nach Bad Homburg einladen zu dürfen, wo aktuelle Entwicklungen in unserem Fachgebiet dargestellt, aber auch einer kritischen Betrachtung unterzogen werden sollen.

Mit den ausgewählten Hauptthemen wenden wir uns dabei in zweifacher Hinsicht schwierigen Aufgaben zu, die uns in der täglichen Praxis immer wieder begegnen: Trotz seit Jahren etablierter Vorgehensweisen wird von uns immer häufiger eine Evidenz, also ein Nachweis für die Richtigkeit unseres Handelns verlangt. Hier sind wir aufgefordert, unsere eigenen Ergebnisse auf den Prüfstand zu stellen und sie mit denen konkurrierender Methoden zu vergleichen. Auf unserer Tagung wollen wir dies für das große Gebiet der zahnärztlichen Chirurgie tun, was zweifellos interessante Diskussionen zur Folge haben wird. Zwei wichtige Themen werden dabei besonders herausgestellt werden, nämlich die Frage, ob der Einsatz optischer Vergrößerungstechniken bei der WSR tatsächlich für unsere Patienten von Vorteil ist und welche auf Evidenz basierenden Empfehlungen für die zahnärztliche Chirurgie unter Bisphosphonattherapie ausgesprochen werden können.

Eine zweite Herausforderung, die unser Fachgebiet gleichzeitig reizvoll aber auch schwierig macht, ist die rekonstruktive Chirurgie; sie betrifft nahezu alle Bereiche unseres Faches und verlangt neben operativem Können auch planerisches Denken. Auch wenn die Prinzipien der verschiedenen rekonstruktiven Techniken lange bekannt und vielfach bewährt sind werden wir immer wieder mit individuellen Problemen konfrontiert,  für die wir auf unserer Tagung Lösungen präsentieren wollen. Mit dem Weichgewebeaufbau am Alveolarfortsatz und den komplexen Rekonstruktionen, die mit dem mikrovaskulären Lappentransfer möglich sind, berücksichtigt unser Programm sowohl die Interessen niedergelassener wie auch an der Klinik tätiger Kollegen. Einem bezüglich der Indikationsstellung immer wieder kontrovers diskutiertem Thema, nämlich der Rekonstruktion der frakturierten Gelenkwalze, wird dabei besonderes Augenmerk geschenkt.

Die Tagung unserer Arbeitsgemeinschaft bedeutet jedoch nicht nur Wissenschaft, Streitgespräch, Information und Fortbildung, sondern – und dies wird von Vielen als ein ebenso wichtiger  Grund angesehen, nach Bad Homburg zu kommen – auch kollegialer Austausch, Wiedersehen von Freunden und vor allem: Tradition.

In diesem Sinne grüßen Sie herzlichst,

Ihre

Univ.-Prof. Dr. Dr. K.-D. Wolff
1. Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft
für Kieferchirurgie

 



Priv.-Doz. Dr. Dr. O. Driemel
1. Vorsitzender des Arbeitskreises
für Oralpathologie und Oralmedizin